Die 1000 Kniebeugen-Challenge

Wie wäre es, wenn ich dich heute herausfordere, 1000 Kniebeugen zu machen? Du hast richtig gelesen: Tausend! Natürlich nicht alle hintereinander oder alle an einem Tag. Nein, ich fordere dich heraus, 1000 Kniebeugen in einem Monat zu machen. Unmöglich?

Rechnen wir mal kurz nach. Ein Monat hat 30 oder 31 Tage. Um 1000 Kniebeugen in 30 Tagen zu machen, müsstest du im Schnitt täglich 33 1/3 Kniebeugen machen. Immer noch unmöglich? Wie wäre es hiermit: Morgens vor dem Duschen 12 Kniebeugen, vor dem Mittagessen 10 Kniebeugen und abends 11 Kniebeugen. Aber das jeden Tag, auch sonntags. Nein, lieber nicht? Sonntag ist Sonntag und nicht Kniebeugen-Tag? Dann machst du an den anderen Tagen ein paar Kniebeugen mehr und hast am Sonntag "frei".

Keine Zeit? Eine Kniebeuge dauert 2-3 Sekunden, also müsstest du morgens, mittags und abends jeweils ca. 30 Sekunden investieren. Meinst du das ernst, dass du dafür keine Zeit hast?

Zu anstrengend? Wenn du bislang noch gar keinen Sport machst, dann kann es sein, dass selbst 5 Kniebeugen am Stück für dich sehr anstrengend sind. Aber wenn du jetzt anfängst und dranbleibst, dann wirst du spätestens übermorgen merken, wie es dir leichter fällt. Du musst auch am Anfang keine freien Kniebeugen machen, wenn es noch zu anstrengend ist. Gerade wenn du vielleicht stark übergewichtig bist, dann musst du etwas aufpassen. Du kannst die Kniebeugen dann zum Beispiel von einem Stuhl aus machen und dich zwischendurch kurz hinsetzen. Dann wird aus 10 Kniebeugen halt 10mal vom Stuhl aufstehen. Wenn du das auch nicht schaffst, dann hast du vermutlich ein richtiges Problem, dann bist du hiermit entschuldigt. Aber gibt es da nicht irgendeine andere Übung, die du stattdessen machen könntest?

OK, alle anderen fangen jetzt sofort an, keine Ausrede! Ich verspreche dir, dass du in einem Monat dankbar sein wirst, es getan zu haben. Du wirst schon nach wenigen Tagen merken, wie es dir leichter fällt. Wenn du vielleicht nach dem ersten Tag Muskelkater bekommen hast und einen Tag Pause brauchtest, dann ist es nicht schlimm. Denn am Ende des Monats werden 50 Kniebeugen am Tag (2x 17 und einmal 16) kein Problem mehr für dich sein.

Und du wirst stolz darauf sein, etwas geschafft zu haben, was dir auf den ersten Blick unmöglich erschien. Und das nur, weil du es regelmäßig getan hast, jeden Tag ein kleines Stück in Richtung des Ziels. Kein Gewaltakt, sondern Kontinuität.

Du wirst neue Gewohnheiten entwickelt haben, du wirst darauf geachtet haben, dir die paar Sekunden (meinetwegen auch Minuten) genommen zu haben. Du wirst deine Prioritäten verändert haben. Die Kniebeugen waren dir wichtiger als facebook oder der Fernseher.

Und was kommt nach diesem Monat? Wenn du spürst, wie es dir guttut, dich mehr zu bewegen? Wirst du dann wieder aufhören damit oder wirst du weitermachen? Wirst du vielleicht im nächsten Monat 500 Liegestütze dazu machen oder 1000 Sekunden Unterarmstütz (Planke)?

Fang an!

 Hier kannst du über diesen Artikel diskutieren, Fragen stellen oder einen Kommentar hinterlassen